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Kambodscha 2016 Tag 6 Flussfahrt Sangker

Tag 6

Flussfahrt Sangker

Wieder früh aufstehen, was ist das denn, unser gemeinsames Schlafzimmer wird zum Treffpunkt für die Einheimischen. Sie legen mit ihren Booten hier an, um sich mit einem Kaffee für den Tag fit zu machen. Das kann nicht schaden, wir machen mit. Unser  „Publik-Boot“ kommt 1 1/2 Stunden zu spät, denn es sind zu viele Wasserhyazinthen unterwegs. Als wir einsteigen, werden wir enttäuscht, praktisch keine Einheimischen mit den zugehörigen Hühnerkäfigen, sondern lauter Barangs (Langnasen, sprich Europäer). Wir quetschen uns etwas angesäuert auf die letzten Sitze. Zum Luftschlappen steigen wir dem Schiff aufs Dach. Nach Stunden verlassen wir den See und fahren den Sanker flussaufwärts. Die Uferböschung rückt immer näher an das Boot heran und die auf den Fluss ragenden Äste der Bäume lassen die „Dachbewohner“ tanzen. Auf Deckebene schlagen die Äste durch die Fenster und einige Fahrgäste kriegen einen aufs Ohr, ich auch.
Das Boot kommt an einer Engstelle zum Stillstand, Dampf steigt aus dem Motorraum. Super, nach der Verspätung nun eine Panne. Die Tagesplanung wird ein weiteres Mal umgestellt. Ein paar Franzosen springen als Markierungsbojen ins Wasser. Der Käpt’n stürmt nach hinten und steckt seinen Kopf in den Motorenraum. Haben wir Schiffbruch? Übernachten in der Wasserwüste des Sangker??…….. Nein die Khmer sind Reparaturwunder , ein bisschen schrauben am Motor und nach kurzer Zeit startet der Motor. Die Fahrgäste einmal nach hinten und vorn scheuchen  das Schiff ist wieder frei, wir nehmen Fahrt auf.
Nach Stunden verändert sich die Landschaft, die Bäume weichen zurück, Steilufer säumen den Fluss. Ein paar „Haltestellen“ später ist Endstation, wir erklimmen, von Tuk-Tuk Khmers umschwärmt, über eine schmale Eisentreppe das Ufer. Wieder festen Boden unter den Füßen beladen wir zwei  der Tuk-Tuk und entern kurze Zeit später das Hotel. Einmal Happy Hour mit  Khmer-Kicker, danach frisch gemachte Nudeln und Teigtaschen einmal gekocht, einmal gebraten, sehr lecker.


Wir gehen früh ins Bett, denn morgen haben wir volles Programm: Sticky Reis, Reispapier Herstellung, Weinprobe ,Rote Khmer Gedenkstätte und das Fledermaus-Wunder.

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