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es geht los….

es geht los…

Thailand 2015Geschrieben von extrachrisi Do, November 12, 2015 14:33:39
Thailandreise 20 15

Donnerstag 12.11.2015

Noch ist es nicht soweit, ich sitze in meinem Büro und zähle die Stunden.


Unsere Reise habe ich zum ersten Mal komplett durchgeplant, Unterkünfte, Flüge und Transfers sind gebucht und damit soll die Reise absolut stressfrei verlaufen, schauen wir mal!

Wir werden uns zu viert ins Abenteuer stürzen, Ina, Ursel, Hans-Jörg und ich. Unser Flug mit Oman Air startet am Samstag um 20.20Uhr. Nach ca. zwölf Stunden und einem Zwischenstopp in Maskat werden wir am Abend in Bangkok landen und wohl platt in unserem Hotel Feung Nakorn Balcony Rooms and Cafe, Bangkok aufschlagen.

Tag 1-3 HELL’S BELLS in Bangkok

Samstag 15.11.2015-Dienstag 17.11.2016
HELL’S BELLS IN BANGKOK
Der ICE brachte uns pünktlich nach Frankfurt, OmanAir war nicht so pünktlich, so flogen wir eine Stunde später ab. Egal, der Flieger war voll, die Flugbegleiter nett und das Essen wie bei jedem Flug nur Füllstoff. Der Zwischenstop in Maskat zeigte die Wir-sind-richtig-reich-Arabermentalität, z.B. bei der Sicherheitskontrolle machten die keinen Finger krumm, es fehlte nicht viel und wir hätten das Gepäck selbst checken müssen. Alle die auf dem Flugplatz gearbeitet haben, waren Gastarbeiter, die waren sehr freundlich. Der Wartebereich langweilig und die Kaffeepreise hoch. Vier Kaffee, drei Croissants 30€.
Nach drei Stunden Warten noch einmal ein langer Flug nach Bangkok. Die Zeit steht und der Hintern tut weh. Die Ankunft läuft ohne Probleme, Koffer da, Geld gewechselt, Sim Karte fürs Handy gekauft (12€) und ein „Big“Taxi bringt uns für 800 Baht ins Hotel. Das Hotel ist ein Volltreffer, es liegt mitten in der Altstadt, ist sauber, trotz Stadtmitte ruhig und das Personal freundlich. Duschen und schon rein ins Nachtleben Bangkoks.
Nach 15min Fußmarsch und ein bisschen nach rechts Gucken üben ( Linksverkehr), der erste Kulturschock eine Partymeile mit 100db Musik aus jeder Kneipe und da die nah beieinander liegen dreht jeder immer lauter! Der absolute Wahnsinn. Mein Sicherheitsingenieur Norbert würde in Ohnmacht fallen, von wegen Arbeitsschutz.

Bei dem Lärm bekommen wir keinen Bissen runter, also weg von diesem gewaltigen Musiksturm, die Seitenstraßen sind ruhiger und kurz bevor Ina unterzuckert, finden wir „Mama Thai“: ganz einfach, klein, billig und gut.

Das Chang Bier gibt es in vernünftiger Menge (0,6l Flaschen). Wir bezahlen 800 THB = 20€, das können wir uns leisten. Flug-und biermüde geht’s ins Hotel und wir haben tief geschlafen.

Das 200 TB Frühstück stärkt uns für den Sightseeing Tag in Bangkok. Die Luft auf der Straße hat Waschküchenklima, gut, die können nicht die ganze Stadt für uns runter kühlen, die Zimmer müssen genügen. Wir treffen die ersten Schlepper ,sie so tun als wäre das Treffen ein Zufall, schon sitzt man im Tuktuk, zu viert und bekommt unfreundlich eine teure Bootsfahrt angedreht, aber nicht mit uns. Wir finden die preiswerte Lösung mit den Linienbooten, das Tagesticket kostet 150 THB, schon besser.

Der Königspalast ist wegen der vielen Besucher auch die Hölle, wir brechen den Besuch ab und besuchen den liegenden Buddha(Wat Phra Chettuphon Wimon Mangkhlaram Ratchaworamahawihan). Es ist die Figur des Buddha in Position liegend oder liegend 43 Metern Länge der größte in Thailand. Auf dem Fluss, er heißt Manag Chao Phraya ist auch viel los, die vielen Boote in allen Größen flitzen kreuz und quer laut hupend hin und her.

Am späten Nachmittag legen wir in der Nähe von China Town an und können nur staunen, wieviel unnötige Dinge in großen Mengen in den Verkaufsständen angeboten und auch verkauft werden.Aber Ina sieht auch Waren, die man verwenden kann, super.

Die Beine schwer, die Augen klein, wir gehen in Hotel und ruhen aus für ein zweites HELL’S BELLS IN BANGKOK. Wir waren schlauer und gingen gleich in die Seitengasse,zur Abwechslung nehmen wir eine Nachbar-Garküche, der Mut wurde nicht belohnt, Mama du fehlst uns,sogar das Bier war nicht so gut. Entspannung pur gab’s für Ina, Ursel und Hans-Jörg: Fußmassage. Ich wollte es wissen und nahm für lächerliche 250 THB eine Thaimassage.

Die „Rose von Bangkok“ walkte mich von oben bis unten, kein Muskel wurde verschont. Dafür gab es Trinkgeld und das Versprechen „ich komme wieder“ ! Reumütig schleichen wir zu „Mama Thai“ und essen noch eine Wan Tan Suppe und es war keine Sinnestäuschung nach dem langen Flug: Mama ist die Beste! Wir warten auf den Rückflug.
Aufstehen um 6 Uhr ist weniger nett im Urlaub und ohne Frühstück noch weniger.Müde und hungrig fährt uns das Taxi zum Don Mueang International Airport. Aber wir werden belohnt.

Nach kurzem Flug mit Air Asia wurden wir von einem Fahrer nach Ko Lanta gebracht, die Strecke sieht auf der Karte kurz aus, aber durch zwei altertümliche Fähren betrug die Fahrzeit locker 3 Stunden, das wird eng bei der Abreise. Die Fähren fahren erst ab 6 Uhr, der Flieger startet um 9.15 Uhr.

Tag 4 Ko Lanta

HEUTE:

nur tzz tzz tzz..
und
Prima essen und zwar hier…….nicht täuschen lassen!! Bestes Essen

es gab gefüllte Kokosnuss

WAHNSINN!!

und morgen:

…gehen die Männer mit dem Imam ( wir diskutieren noch, ob er eher ein Muezin ist, wir klären das morgen) angeln. Er wird nach seinem Morgengebet mit uns in See stechen und wir bringen die ganz großen Fische mit……. allerdings muss er um 12.30 Uhr wieder das Mikro einschalten und für die Gemeinde beten, ob uns die Zeit reicht, erfahrt ihr morgen.

Tag 5 Fischen mit dem Prediger

Fischen mit dem Prediger

Ko Lanta Old Town ist zu großen Teilen noch ein traditionelles Fischerdorf mit vorwiegend muslimischer Bevölkerung. Hans-Jörg und ich haben den großen Deal gemacht. Angeln mit dem Prayer, die Fische werden geradezu ins Boot springen. Das Frühstück dauerte zu lange, der Fischerprediger wartet schon. Es ist Ebbe und wir watscheln über den sumpfigen Strand zum Boot.
Ich muss feststellen, meine Badelaschen sind völlig ungeeignet für so einen Strandlauf. Aua, Aua viele Steine.

Unser Fischerprediger ist stolzer Besitzer eines Longtailbootes und der sanft blubbernde Motor bringt uns zum ersten Fischrevier. Ich bin ein gefürchteter Angler und die Fische lachen schon , wenn ich die Angel richte.

Der Trick ist ,der Priester richtet die Angel und schon nach fünf Minuten zappelt mein erster Fang an Deck , ja wir sind die Profiangler aus Eisental.

Es finden sich halt immer ein paar Dumme, die sich mit falschen Versprechungen fangen lassen. Schwupp, der zweite Fisch haucht durch meine Hand das Leben aus. Hans-Jörg wird nervös, doch auch meine Quote sinkt rapide, werden die Fische schlauer?
Wir wechseln das Revier, aber da sind die Fische schon schlau und knabbern nur die Köder ab und keiner geht an den Haken. Zurück ins alte Revier, vielleicht haben die uns vergessen. Mich nicht, aber Hans Jörg, er zieht zwei Fische raus, ich werde unruhig.
Nicht täuschen lassen, der Profi weiß, die Optik verzerrt, die Fische sind vieeel größer.
Da, meine Rute biegt sich durch, die Angelschnur ächzt, das ist ein ganz großer…… gewesen. Die Angel schwingt in Ruheposition und genießt die Sonne. Der Fischer wird zum Priester und muss zurück zur Gemeinde und wir zu unseren Frauen. Den großen Fang schenken wir unserem Fischerpriester, immerhin 6 Fische.
Und meine Badelatschen Aua, Aua!!!!

Tag 6 Vier Inseln mit Familienbesatzung

Tag 6 Vier Inseln mit Familie

7.30 Uhr, der Wecker klingelt, Hallo????? ich bin im Urlaub! Verschärft gerechnet ist es jetzt 1.30 Uhr (in Deutschland und da geht man mal um diese Uhrzeit ins Bett, aber aufstehen?) ok, wir machen ja keinen „wir hängen am Strand herum, wann gibt es das nächste Bier“, sondern ein straffes „wir lernen Thailand kennen“ Programm. Also aufstehen und, da keine Kneipe so früh auf macht, gibt es ein handgemachtes Thaifrühstück. Ich bin schlauer geworden und ziehe meine Birkenstock an, dass das auch nicht schlau war kommt später.
Mon, unser Vermieter, bringt uns ans Pier, es herrscht hier Hochbetrieb, die ganzen Touristen müssen ja verschifft und auf die vielen Inseln verteilt werden. Wie schon gesagt, wir folgen nicht den Horden und werden in unser Privat Schiff verladen. Die Besatzung: der Kapitän, seine Frau, die Leichtmatrosin und die nette rundliche Köchin. Da kann ja nix passieren, ein Top-Team.

Die See ist kappelig und das Boot nimmt kränkend Kurs auf (Seemannswissen). Die erste Insel, die wir erreichen, steht wie ein Monolith in der See, ich bin begeistert und knipse wie verrückt und weiß noch nicht, was mich erwartet (Birkenstock).

Schon das Anlegen ist abenteuerlich, ich belächle die anderen, die sich aus ihren Schuhen quälen, ich, zack, die Birgis ans Land geworfen und schon kann ich auf die anderen warten. Schon nach 20 m fällt mir das überhebliche Grinsen aus dem Gesicht, da soll ich hoch mit meinen blöden Birkenstocks? Eine 10 m hohe Steilwand mit einer Autoreifentreppe wartet auf mich und meine Schuhe.

Das geht gar nicht, eine klare Anweisung vom Kapitän: die Birkenstock bleiben da, meine Fusssohlen kreischen schon jetzt entsetzt auf. Ursel verzichtet gleich. Mutig klammere ich mich an die Autoreifen und erklimme heldenhaft die Wand, warum fällt es den anderen so leicht? Für so eine Höhle tu ich alles, ich schaue mich um und bin begeistert, bis… der Kapitän sagt, es geht weiter und wieder bewegen wir uns außerhalb jeder Sicherheitsstandards, sorry Norbert.

Wir klettern in der Höhle weiter aufwärts, meine Sohlen senden weitere Schmerzsignale, die Leichtmatrosin lächelt nachsichtig, Ich versuche zu erklären, dass solche Untergründe nicht für europäische Fußsohlen geeignet sind, sie lächelt nachsichtig. Die Schmerzen und die Angst (gewaltige Abgründe sind zu überwinden) lohnen sich, die Höhle bietet viele AHHS und OOHS.

Der Abstieg geht schon routinierter und meine Sohlen bluten nur leicht.
Ich liebe meine Birkenstocks.

Wir tuckern entspannt die nächste Insel entlang und legen an einem kleinen Stand an, ich habe meine Dynamik wieder und will von Bord, darf aber nicht, nur zwei drittel der Mannschaft gehen von Bord, ein Grill geht mit.

Wir fahren weiter und zwei Buchten weiter dürfen wir endlich ins Meer springen und zu einer weiteren Höhle schwimmen.

Sie liegt, Gottseidank, auf Meereshöhe, meine Füße jubeln. In der Höhle gibt es einen Einstieg in weitere Höhen, wir alle verzichten und bestaunen einen gewaltigen Stalaktiten (leider kein Bild, mein Foto kann nicht schwimmen).
Danach gehts zum Grillstrand, die Küchencrew serviert ein prima Essen mit Grillfisch und Currys. Chris springt mit Ina ins Wasser, leider wieder mal zu früh, das ist der Grillstrand und nicht Badestrand. Also Inselwechsel, da ist der Badestand, leider kein Highlight. Auf dem Rückweg gibt es noch einen kurzen Stop auf einer Fischerinsel und schon sind wir ein Krabben-Transporter.
Das Festland hat uns wieder, die anderen gehen leicht beschwingt Richtung Sandys (Kaffee) ich bin ein bisschen langsamer. Die Lehre: lieber mit Kanonen auf Spatzen schießen, als Barfuss durch Höhlen quälen. Ich liebe meine Joggingschuhe.
Morgen gibt es Motorbikes und wir besichtigen die Insel.

Tag 7 Hell Driver

Tag 7 Mit den Scootern an die Westküste

Für den Ausflug in den Westen gibt es zur Stärkung ein hausgemachtes Thaifrühstück, Nudeln mit Gemüse und Rührei, ja wir sind angekommen. Um ehrlich zu sein, im ganzen Old Ko Lanta ist nicht einmal die Rinde eines Brotes aufzutreiben, also machen wir auf Thai.

Die Roller warten schon auf uns, sie kosten 200 THB pro Gefährt, das sind mal 5 €. Als ich sie sehe, weiß ich warum, auf sie passen der normal gewachsene Thai mit Frau, aber nicht die zugegebenerweise, schon etwas dürre deutsche Eiche mit zierlicher Ehefrau. Die Vermieter werfen sich besorgte Blicke zu als wir versuchen, unsere Maschinen zu starten. Also müssen schnell ein paar gut gemeinte Tipps her, einen Liter Sprit kaufen bei der Nachbarin, zum Anlassen den Ständer einklappen, es sind keine Rennmaschinen.
Die sehen halt, wir sind von der ganz harten Sorte, wir haben die Sucht nach Geschwindigkeit. Was sie uns nicht sagen, ist, immer links fahren!!!! Nach drei Kurven und ein paar erschreckten Thais, die irgendwie immer auf der falschen Seite fahren, haben wir es kapiert und brausen gen Westen. Die erste Steigung der Insel bringt unsere Maschinen an ihre Grenzen und wir rollen gemächlich zu den Superstränden. Die unzähligen Schlaglöcher werden (meist) souverän umfahren, wir sind die Hell Driver aus Eisental.

Nach der Fahrt gibt es erst einmal Kaffee für die Damen plus Chris und Hans-Jörg nimmt einen COCONUT Shake, der schmeckt prima, das nächste mal ich auch. Wir legen uns auf den Withe Beach und tanken Sonne für die Rückfahrt.

Nach Bad und Sonne gibt es Suppe und COCONUT, Shake sehr zu empfehlen.

Auf der Rückfahrt entdecken wir unser Ziel für morgen. Eine Tropfsteinhöhle, die einiges zu bieten hat, davon erzähle ich morgen (ich Joggingschuhe).
Auf der Rückfahrt haben wir uns glatt verfahren, was hier bei zwei Straßen eine wahre Meisterleistung ist. Ich fuhr die eine Straße zu weit, Hans-Jörg bog eine zu früh ab, ist halt schon schwer den richtigen Weg zu finden. Der Vermieter machte ein glückliches Gesicht als wir vor das Haus donnern, bis wir ihm sagten, wir fahren morgen wieder.

Tag 7 im Inneren von Thailand

AUSFLUG IN DIE UNTERWELT

Heute wollen wir wissen wie Thailand von innen aussieht. Heute gibt es europäisches Frühstück bei ?. Gestärkt geht’s auf den Scooter.Ursel verzichtet,Hans-Jörg ist solidarisch. Also los als Minigruppe, der Weg ist bekannt, wir sind die Ersten. Unterwegs sahen wir Bäume mit Töpfchen dran, müssen die pieseln?

Nein weit gefehlt, der Mann am Ticketschalter erklärt uns: die werden gemolken und am Ende wird es ein Autoreifen. Die haben Pflanzen, die Thais, Kautschuk.
Nach 15 Minuten kommt unser Guide und führt uns einen steilen Dschungelweg bergauf über schmale Bambusbrücken und Steilhänge. Bei dem Höhleneingang können wie ein wenig ausruhen und die Maikäferatmung lässt nach.

Wir bekommen vom Führer Stirnlampen, haben die kein Licht in der Höhle? Mir vergeht das Scherzen nach wenigen Metern, die Höhle ist stockdunkel, gut, dass wir Lampen dabei haben. Wir klettern eine Bambusleiter rauf und eine runter, kommen in Gewölbe, die ersten Ua (klingt so wie ein quakender Frosch) kommen über unsere Lippen.

Is ja Super, es gibt auch Brücken aus Bambus die über die Schlünde führen, sie sind, ich weiß nicht, wie tief. Der Bambus ist feucht und rutschig, sorry Norbert.

Wir kommen an einen kleinen See, leider haben wir das Badezeug vergessen, ……ist natürlich eine glatte Ausrede.
Sackgasse, wir laufen zurück, also ein paar Bambushindernisse waagrecht und senkrecht das war’s, prima, tolle Höhle.

Die letzte Leiter kommt und .. ..wir gehen daran vorbei und es geht los mit Achtung Kopf …Aua, es müssen ja nicht immer die Füße sein, die weh tun (Joggingschuhe!), auf allen Vieren kriechen hatten wir auch noch nicht, Hauptsache wir kommen wir dem Ausgang langsam näher.

Wir nähern uns dem Höhepunkt der Tour, dem Geburtskanal! Auf den Brustwarzen kriechend, die Kamera im Mund werde ich neu geboren!

Nun ist die Höhle wieder touristengerecht groß, da fühlen sich selbst die vielen Fledermäuse wohl. Wir erblicken wieder das Licht der Welt, „give me five“ Ina, wir,die Höhlenmenschen aus Eisental.

Der Rückweg zum Ausgangspunkt ist überraschend einfach ein sanfter Weg führt bergab. In mir keimt der Verdacht, daß der anspruchsvolle Anmarsch eine Tauglichkeitsprüfung für das Höhleninnere war, man kann ja nicht wissen wer da so alles in die Höhle will, da kommen vielleicht welche in Birkenstock oder gar Badelatschen.

Ich liebe Joggingschuhe!!

Als Belohnung kommt die Thai-Massage ins Haus und wir werden wieder ausgerichtet. Diese Frau aus Lanta Old Town lässt mich die „Rose von Bangkok“ vergessen.

Tag 8 Chiang Mai I

Mit Thai Schumi nach Krabi und der Norden I

4.30 Uhr aufstehen, ich spare mir jeden Kommentar. Zum Frühstück gibt es Tee und ‚ ne halbe Banane, was in aller Welt treibt uns so früh aus dem Bett, aus dem wunderschönen Haus, aus dem so friedlichen Lanta Old Town? Wir sind die „Event Touristen aus Eisental“

Auch unser Fahrer begrüßt uns mit kleinen Äuglein, aber: „wir müssen unseren Flieger noch kriegen“, das erinnert uns an „i muss die Stroßenboh noch kriege“, der Ältere kennt’s.
Thai Schumi steigt gewaltig aufs Gaspedal und wir rasen Richtung Fähre. Die wartet auch schon und wir kriechen mit Schneckenfähre 1 Richtung Ko Lanta Noi (Klein), wir blicken wehmütig zurück auf Ko Lanta Yai (groß).

Wieder volles Thai Schumi Gummi und wir rauschen an den anderen Autos und Mopeds vorbei, als würden sie stehen und das alles Rechts (nicht vergessen wir haben Linksverkehr. Das war übrigens auch mein Mantra beim Scooter fahren und hab ich’s mal vergessen, hat es Ina mir Ins Ohr geschrieen). Nach dem ich im Geiste zum dritten Mal mein Testament durchgegangen bin, fiel mir folgendes ein:
Wer rast so schnell durch Nacht und Wind,
es ist der Thai Schumi mit dem Eisentäler Gesind.
ach Chris was birgst du so bang dein Gesicht,
oh Schumi, siehst du denn die Fußgänger nicht,
keine Angst, ich überfahre sie nicht……..

Wir sind klar die ersten an der zweiten Fähre, die uns zum Festland bringt. Alles wird gut, wir werden den Flieger rechtzeitig erreichen, kein „last call for Mr. Rapp“. Wir entspannen uns, nur der Schumi nicht, scheint einen Krampf im rechten Fuß zu haben, ich sag nix. „Wir müssen unseren Flieger noch kriegen“
Wir hämmern durch das erwachende Thailand und erreichen den Flughafen von Krabi in Rekordzeit: 2 Stunden 10 Minuten. Thai Schumi lenkt seinen Wagen mit rauchenden Reifen in die Park-Box, wir verabschieden uns von ihm mit weichen Knien und wir können entspannt einchecken. Air Asia bringt uns in knapp 90 Minuten nach Chang Mai und da wartet unser Guide schon …… äh wo steht er denn, kein Schild mit „Mr. Rapp“…….. Ok wir telefonieren, haben die Lösung: wir sollen das „Mr. Rapp“ hochhalten, damit findet uns der verzweifelte Guide. Die beste Nachricht kommt zuerst, wir gehen essen, Freude kommt auf.
Wir fahren zu einem großen Hotel mit einem ebenso großen Parkplatz, was uns nicht stutzig macht. Die angeschlossene Restauranthalle bietet ein riesiges Buffet, super. Wir greifen uns Teller und …. die Türen gehen auf und chinesische Horden halten Einzug. Wäre die Sprache nicht, könnte es meine SWR Kantine sein, um 12 Uhr, weil ich versäumt habe mit Georg um 11.45 Uhr zu gehen,gell Georg? Das Essen bewegt sich knapp oberhalb der SWR Kantine.

Danach wird es touristisch, wir fahren zum Wat Phrathat Dom Suthep-Tempel. Der Sage nach wurde ein weißer Elefant mit einem Buddha- Relikt (halber Knochen) in den Urwald getrieben, nach dem Erklimmen des 1600m hohen Hügels trompete er noch dreimal, dann brach er tot zusammen, was kein Wunder ist.

Das nahm man als ein Zeichen für die Erbauung des Knochen Tempels. Schöner Tempel, viele Menschen, kann man anschauen. Wir spenden Buddha eine Kerze inkl. Lotusblüte und werden mit Weihwasser für drei Tage vor Ungemach geschützt.


Wir checken in einem super Spa Hotel ein bisschen außerhalb ein und werden heute Abend

ein Dinner mit Volkstanz nehmen, alles im Rundreisepreis inbegriffen.

Tag 9 Chiang Mai II

Abend in Chiang Mai

Kay unser Führer holt uns zum Dinner ab. Das Buffet findet in einem grell erleuchteten Eventpalast statt. Hans-Jörgs und meine Mundwinkel gehen nach unten.

Alles quitschebunt hier, Thai Style! Durch einen riesigen Torbogen erreichen wir den Open Air Futter-Ground, es gibt hier keinen einzigen Stuhl,alle sitzen am Boden. Es liegen kleine Sitzkissen mit zu vernachlässigenden Rückenstützen am Boden, meine Stimmung erreicht den Tiefpunkt, wo ist der Ausgang. Der einzige Trost, es kostet ja nix ( leider ein Trugschluss). Ich falte meine langen Gräten mit Mühe auf der Sitzbriefmarke zusammen, den anderen gehts auch nicht besser,ein kleiner Trost. Wie von Zauberhand taucht in Windeseile ein kleiner runder Tisch mit traditioneller Chiang Mai Food auf, wir bestellen Chang in kleiner Ausführung.

Wunderschöne Klimbim Musik perlt in unsere Ohren, wie sollen wir das über Stunden aushalten? Mit kreischender Wirbelsäule versuche ich an die Curry-Schälchen zu kommen,die mit verschieden Leckereien gefüllt sind , Pork, Huhn, Gemüse, Reis. Irgendwie werden sie nie leer, aufmerksame Zauberlehrlinge sorgen dafür. Noch ein Chang, die Stimmung steigt,die Musik wird lauter und die Show geht los. Bunt gekleidete Elfen mit überlangen Fingernägeln schweben durch den Raum, die Mundwinkel gehen nach oben, super Musik, Hans-Jörg oder ?

Auch die schönste Elfe kann meinen geschundenen Körper nicht besänftigen, auch die anderen schieben ihre Hinterteile hin und her. Ein Schwertakrobat gibt uns den Rest, wir bezahlen. Sieben kleine Chang 1050THB (26€), dafür hätten wir auf Ko Lanta ein ganzes Essen für Vier bekommen, halt ohne Elfen, Schwertkämpfer, und verkrampfte Beine. Mit schweren Schritten verlassen wir diese Stätte der Thai Kultur. Kay hat Erbarmen und bringt uns ins Hotel. Mit einem Glas Chiang Mai Gin spülen wir uns Klimbim aus den Ohren.

So schlecht wars eigentlich nicht, ist Thailand. Ab in die Edelbetten.

Tag 10 Thailand von oben

Tag 10 Thailand von oben

Ausgeschlafen. Um 8.00 nehmen wir unser Hotelfrühstück, sehr edel.
Kay fährt um 9.00 Uhr vor und bittet bescheiden um die Bezahlung der Tour, wir bezahlen 8300THB pro Person… und sind erst einmal Pleite. Macht nix, brauchen nix, ist ja alles bezahlt, wir werden sehen.
Wir verlassen Chiang Mai in Richtung Berge. Es sind zwei Stunden Fahrt zum „highest Mountain of Thailand“, Zeit für Augenpflege, ab und zu Lieder hoch, man sieht Reis-oder Knoblauchfelder. Wir erreichen das Vorgebirge. Da die Straße mit sehr vielen Kurven gesegnet ist, gibt es jetzt Kurvenschilder -Kunde.

Für jede Biegung gibt es eine individuelle Anzeige, die schlauen Thai!
Der Berg Toi Inthanon ist natürlich Naturreservat und kostet ein paar THB Eintritt. Wir erreichen den Gipfel, es gibt hier nichts zu sehen, auch der kleine Rundweg bietet nur die mehrfache Nennung der spektakulären 2565 Höhenmeter und einer an jeder Ecke angezeigten Temperatur von nur 15 Grad.

Da müssen die Thais ja mit dicken Pullovern und Handschuhen herumstolzieren.

Auch die Soldaten der Radaranlage sind dick eingepackt. So eine lange Fahrt für Das, wird bestimmt besser!
Noch einmal Eintritt für die Königsdenkmäler mit Gartenanlage. Anlass für die Schaffung waren die 60sten Geburtstage des Monarchenpaares Bhumibol und Sirikit Adulyadej.

Die beiden, Pagoden nachempfundenen Denkmähler liegen jeweils auf einem Hügel, für die Fußkranken gibt es Rolltreppen, das finde ich ein bisschen übertrieben, Geld kann man besser anlegen.

Die vielen Chinesen freut’s. Die Verehrung in Mamor ist schön anzuschauen, im Inneren gibt es auf den Fließen kalte Füße (immer Barfuss in allen Räumen,egal ob Tempel, Restaurant oder Wohnung).
Der Garten ist für den verwöhnten Europäer na ja.

Spannender ist da schon der Selfi-Wahn der Asiaten, es wird kein Bild gemacht, ohne sich selbst mit Hilfe der Selfistangen in den Vordergrund zu schieben, die spinnen die Asiaten. Mir persönlich reicht es, mich am morgen im Spiegel zu sehen.

Kurzer Stop an einem Straßenrand-Markt. Hier gibt es alle Früchte, die das Land zu bieten hat, in frischer und getrockneter Form, wir probieren und kaufen beides. Frische Erdbeeren mit Zucker und Chilli, sehr lecker, das werde ich zu Hause auch machen.

Der Markt macht hungrig und wir steuern einen Parkplatz BBQ mit Wasserfall-Blick an, erst essen, dann schauen. Es gibt gegrillten Fisch, Huhn, Thai-Suppe und spicy Mangosalat, wieder sehr lecker. Wir trinken nur Wasser, Ebbe im Bauchbeutel. Gestärkt erklimmen wir die Treppen zum Wachirathan Wasserfall, er ist gut 50m hoch und eine gewaltige Menge Wasser fällt herunter.

Von nun an geht es bergab, wir biegen auf eine kleine Straße ab und erreichen ein Dorf der Karen (den Namen kenn ich doch, hat die ein eigenes Volk?), einer der vielen Berg-Stämme in Thailand, es leben ca. 350 000 Menschen in verschiedenen Stämmen, die Hill Triebes. Sie wurden früh missioniert und gehören damit zur christlichen Minderheit.

Die Karen bieten handgewebte Schals in wunderbaren Farben an. Wir pumpen unseren Fahrer um 1000 THB= 25€ an und kaufen vier Schals. Wir handeln diesmal nicht, denn die Frauen arbeiten bis zu zwei Tagen an einem Stück, da wäre herunterhandeln unverschämt. Hier wachsen Zucchini auf Bäumen, sie heißen bei uns Luffa, die kann man essen und liegen sie lange genug herum, werden Schwämme daraus (Siehe Waschbär Katalog). Auf dem Weg zum Auto trinken wir noch einen „Karen Kaffee“, lecker , wir würden glatt ein Paket kaufen, sind aber Pleite.

Auf dem Rückweg wird wieder geschlafen, Vorbereitung Vollmondfest-Umzug.
Mit dem nächsten ATM Automaten verbessert sich schlagartig unsere finanzielle Lage. Wir erreichen das Festzentrum, da ist die Umzugsvorbereitung voll im Gang. Wieder umschweben uns Thailändische Elfen und Elfer?

Fotos rattern in den Speicher. Der Platz wird immer voller und Kay sagt, es geht gleich los….. das sagt er alle 20 Minuten und wir stehen uns die Füße in den Bauch. Jetzt kommen die Honoratioren von Chiang Mai und Bewegung ins Volk, die Stehplätze werden knapp und müssen verteidigt werden. Auf der Bühne gibt es endlos Politikerblabla und die Elfen schweben ein bisschen.


So, jetzt gehts richtig los und das Chaos steigert sich ins Unermessliche, wo soll da der Umzug durch? Die Offiziellen werden zur Spitze des Festwurms gedrängt kurzes Blabla und sie sind wieder weg,jetzt bewegt sich der Zug Millimeterweise. Wir sehen ein paar Elfenhaarspitzen und haben genug gefestet, wir sind nun absolut spannungsfreie Vollmondfestbesucher und haben Hunger. Kay bringt uns zum Essen, kostet nix, nur das Chang geht auf uns. Im Hotel als Absacker Chiang Mai Gin.
Morgen geht es für einen Tag nach Chiang Rai. Da gibt es auch das Vollmondfest, schauen wir mal .