Sommer 2017

Hoffest 2017

Ardeche 2017

Nordgriechenland 2017

Madeira 2017

Ausbau Luigi Energiezentrale

Meine Energiezentrale:


Alles was mit Strom zu tun hat, habe ich in diesem Schrank zusammengeführt
Sicherung + Fi 220V
Anzeige 220V (old school: Analoganzeige)
Steckdose 220
Sicherungen 12V
12V Steckdose
USB laden 2X
Fernbedienung Heizung


Samsung Tablet für die Anzeige Solardaten, Innen-und Außentemperatur, Kodi für IPTV
(Sollte eigentlich da ein Raspberry hin, aber das Software fummeln wurde mir Zuviel, Android anschließen und alle Daten sind da, das ist doch viel bequemer!))

Luigi, unser Wohnmobil

 

Vorgeschichte
Als wir im Juni 2015 mit unserem Ducato Womo Bj 2002 bei Lyon mit defekter Einspritzpumpe auf einem Rastplatz standen, war es für mich klar, wir trennen uns. Das Vertrauen war weg, wer möchte schon mit einem inkontinenten Auto Kilometer fressen, ich nicht!

4 Monate Blood, Sweat and Tears
Nach dem tränenreichen Abschied in den Ruhestand hatte ich gedacht, such dir ´ne Beschäftigung so zum Runterfahren, damit der Übergang vom Chef zum Couchpotato nicht zu heftig wird. Der Plan: ein bisschen an einem Transporter schrauben und mal kurz ein Wohnmobil daraus machen. Bisschen Internet und schon stand ein VW „Schnäppchen“ Crafter im Hof (eigene Geschichte). So  wurde es nichts mit lang ausschlafen und nach dem Frühstück Richtung Couch schielen. Morgens kurz nach Sieben aufstehen, um acht Uhr auf die „Baustelle“, egal welches Wetter, und ich sage Euch, es war oft kalt und nass. Es wurde dann mindestens 8 Stunden gesägt, gebohrt, geschraubt und oft geflucht. Nach einer Woche konnte ich  meinen ersten und einzigen Helfer Luigi (Ina) rekrutieren, endlich wieder delegieren!!
Die Tage, Wochen, Monate galoppierten vorbei und der Camper wurde ( später als geplant) fertig. Den geplanten Griechenland-Urlaub mussten wir streichen, so ist es halt im Business, Arbeit geht vor.

Der Plan:
Der Crafter, war wirklich ein Schnäppchen 14500€ für einen L2H2 Crafter Bj 2014 mit gerade mal 35000 km, Glück gehabt!
Was wir wollten:
Ein Wohnmobil für Zwei, das alltagstauglich ist und auf einen Supermarktparkplatz passt.
Es sollte sich auch mal ein größeres Teil transportieren lassen.
Solarpower, damit der Kühlschrank auch ohne Steckdose kühl bleibt.
möglichst Schubladen, Schränke sind nicht übersichtlich.
Kein Bad mit Toilette, wer duscht schon gerne in einer Streichholzschachtel. Muss ich nachts mal raus, kann ich auch die paar Meter ins nächste „Häuschen“ laufen. Dafür muss ich nicht am nächsten morgen mein Pipi über den Platz tragen. Naja, alles Ansichtssache!

Die Ausführung:
Den ersten Monat verbrachte ich mit der Planung und Materialbeschaffung. Mit dem Programm SketchUp habe ich das „3d Modell“ entworfen ( eine Woche üben). Die hochpreisigen Bauteile habe ich teilweise über Ebay oder Werksverkauf z.B.: Dometic erworben.

Isoliert wurde mit selbstklebendem Armaflex. Prima zu verarbeiten.
Das Ausbauholz habe ich mir bei der Firma Vöhringer im Werksverkauf besorgt. 27qm Feldahorn beschichtetes Pappelsperrholz für 25€ pro qm. Sperrholz Wandverkleidung für 3€/qm
Die 180W Solarzellen wurden mit Silkaflex aufs Dach geklebt.
Solarregler von Victronic mit Bluetooth Dongle
Kleines Android Tablet mit Victronic Connect (App Solaranlage), Wetterstation und Kodi als Medienzentrale.
Decken und Wandverkleidung mit beschichtetem Sperrholz 2,7 mm
Bei einem Schreiner wurden die Möbelteile zugeschnitten und mit Kanten versehen. Zeitaufwand ca. 10 Stunden. Die Kanten sind heißgeklebt, sieht sehr edel aus und halten sicher besser als die eingefrästen Profile. Kosten 450€. Diese Aktion hat mir sicher Tage Sägen erspart und die Kanten sind halt wirklich gerade.
Der Boden wurde mit 2 cm Styrodur und einer 12mm Siebdruckplatte aufgebaut.
Mit Schablonen wurden die Möbel an die Außenwand angepasst und mit Blindnietmuttern an den Holmen verankert.
90l Kompressorkühlschrank ( Vorteil zum Absorber: weniger Energiebedarf, bessere Kühlleistung und !!! keine Lüftungsöffnungen in der Außenwand nötig. Einziger kleiner Nachteil: Laufgeräusche.)
Markise Fiamma
Truma Heizung

Unterwegs:
Luigi hat sich in den vergangenen Monaten auf diversen Reisen wacker geschlagen, nix klappert, das mit den vielen Schubladen hat sich auch bewährt, wir müssen nicht so viel „kruschteln“ (süddeutscher Ausdruck für suchen). Das Beste: wir kommen an!

„Griechenland April 2017“ Tag 1 Iseo

Unterwegs mit Luigi
So jetzt ist erstmal Schluß mit Flugreisen! Wir sind jetzt mit unserem Wohnmobil unterwegs. Luigi ist gepackt und wir rollen dem Süden entgegen.
Der Norden Griechenlands ist noch ein Weißer Fleck auf unserer Landkarte, das wird sich ändern. Griechenland das ist …… Souvlaki, Tzatziki, Retzina und natürlich Meer mit viel Sonne. Aber, Griechenland ist viel mehr, es warten schneebedeckte Berge, die tiefste Schlucht der Welt, Bären und Wölfe auf uns.
Tag 1 Iseo

Das schöne an Reisetagen ist, es gibt nix zu schreiben. Rein ins Auto, Schlüssel drehen, Luigi schnurrt freudig, Fuß aufs Gas und los geht’s. Ah, ok es ist nicht ganz so. Unsere erste Etappe ist der Iseosee. An diesem See haben wir vor Jahren mit unseren Kindern zwei Nächte auf dem Campingplatz verbracht, was an Erinnerungen blieb, war ein Gewittersturzbach durch unser Zelt und die beste Pizza unseres Lebens. Dieses mal erwischen wir ein Traumwetter, das Städtchen zeigt sich von seiner besten Seite. Es ist noch nicht von der alljährlichen Besucherwelle überrollt und die Menschen sind entspannt. Die Restaurants sind leer und das Essen schmeckt nicht nach „Touristen Menü“ sondern richtig lecker, halt nicht ganz billig. Ein netter Abend, die müden Häupter in die Kissen gekuschelt, morgen geht’s nach Venedig.

„Griechenland 2017“ Tag 2 Venedig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 2  Venedig
Die 240 km nach Venedig sind schnell weggeschnurrt, wir haben jede Menge Zeit, unseren letzten Aufenthalt  aufzufrischen. Luigis Parkplatz liegt in der Nähe des Fährhafens und um die Ecke gibt es eine Anlegestelle eines  Vaporettos (Wasserbus), das uns  nach kurzer Wartezeit nach Venedig schippert. Der Hunger ist groß und wir finden schnell unser Puppa-Restaurant. Einmal Spaghetti rot, einmal schwarz (Sepia), Bier + Kaffee = 12€ pro Person.

Ein paar Stunden lässiges Insider schlendern, dann zurück zu Luigi. Für unser Ticket müssen wir am „ Schalter“ Schlange stehen. Na, ja Schalter ist übertrieben (deswegen mit „ ), ist eher ein Hinterzimmer im
Das lange Warten beginnt, wir reihen uns in die Schlange ein und …… nichts tut sich, kein Licht brennt, keine fleißigen Einweiser und schon gar keine Fähre in Sicht! Also, wir sollten spätestens 23 Uhr in die Schlange stehen, es ist jetzt 1 Uhr, die „offizielle Ablegezeit“, und nicht das kleinste Boot, geschweige denn super tolle Fähre in Sicht, wir schmollen und rutschen mit unseren müden Hinterteilen auf den Sitzen hin und her. Die Äuglein fallen zu ,2 Uhr……… Das Nebelhorn der Fähre reißt uns aus den Träumen, das Chaos beginnt. Die Fähre ist schnell zur Ader gelassen und  hat nun in ihrem riesigen Bauch Platz für unseren kleinen Luigi. Der ungeduldige Autoplatzanweiser dirigiert uns mit unverständlichen  Zeichen ins hinterste Eck, nach einem kleinen Kniefall gibt es den mitgebuchten Strom. An der Rezeption holen wir unsere Codekarte und machen uns auf die Suche nach unserer Kabine. Um 3.30 Uhr fallen wir in die Kojen, gute Nacht.